2020-11-04

Meine vegane Woche

kostBAR-unverpackt_veganesGericht.jpgAm 1.November war Weltvegantag. Das haben wir zum Anlass genommen, eine vegane Woche daraus zu machen. Seit Sonntag esse ich 100% vegan und wieder einmal begeistern mich unsere Rezepte. Oft heißt es, dass Veganer auf viele Dinge verzichten müssen. Ich erfahre die vegane Ernährung als Bereicherung und stelle fest, dass es gar nicht so schwierig ist, seine Gewohnheiten zu überdenken und Neues auszuprobieren.

Hier in der kostBAR-unverpackt habe ich im letzten Jahr viele Veganer kennengelernt, die von ihren Erfahrungen berichtet haben. Eine Herausforderung für mich ist es immer noch, eine Auswahl an unverpackten bzw. in Pfandgläsern verpackten veganen Produkten zu finden. Aber wir sind auf einem guten Weg, da auch die Hersteller umdenken. Wir haben 3 verschiedene Haferdrinks in der Pfandflasche, füllen euch Sojade lose an der Theke ab und haben auch Sojabohnen seit gestern im Angebot. Und das Highlight kommt zum Ende der Woche: verschiedene Käseersatzsorten im Pfandglas. Darauf freue ich mich schon.

Vegan leben bedeutet oft nicht nur, seine Ernährung zu ändern und tierische Produkte durch pflanzliche zu ersetzen, sondern es ist ein Lebensstil. Ein Lebensstil, der mit mehr Achtsamkeit und Entschleunigung einhergeht. Statt Fertigprodukte zu kaufen, wird viel mehr selbst zubereitet. So weiß man auch, was drin steckt und woher die Zutaten kommen.

Vegane Ernährung ist sehr kreativ und spannend, viele alte Gemüsesorten werden neu entdeckt, mit exotischen Gewürzen zubereitet und laden somit zur Kreativität beim Kochen ein. Das sorgt für ein völlig neues Geschmackserlebnis und bringt bunte Vielfalt auf den Teller.

Vegan zu leben hat einen großen Einfluss auf deinen ökologischen Fußabdruck. Für ein Stück Fleisch werden 16 kg Getreide benötigt, 17 kg Treibhausgase produziert (Angaben der Compassion in World Farming) und sehr viel Wasser benötigt. Vegane Ernährung aus regionalen Zutaten schont Ressourcen und tut der Umwelt definitiv etwas Gutes.

Hier im ländlich geprägten Kreis Borken haben es Veganer noch schwer. Auch wenn es mittlerweile viele vegane Produkte in den Supermärkten gibt, ist die Auswahl in Restaurants und Cafés noch sehr gering. Vielleicht lohnt sich im November 2020, im Monat der Entschleunigung, auch hier ein Umdenken. Die Speisekarte könnte überarbeitet werden, um eine größere Auswahl für Veganer zu schaffen. Denn die Anzahl der Veganer steigt stetig.

Auch wenn eine 100% Umstellung für dich nicht in Frage kommt, könntest auch du deinen Speiseplan ab und zu mit veganen Gerichten bereichern. Wir haben schon viele Gerichte vorgestellt und getestet und werden das auch fortführen. Diese Woche liegen Rezepte für die Grünkohl-Hirse-Bowl und für vegane Zimtschnecken aus.

Eins ist sicher, vegane Gerichte sind kein Verzicht, sondern ein Gewinn!

sabrinadankelmann - 15:05:10 @ Rund um Nachhaltigkeit | Kommentar hinzufügen

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